Dialoge, nicht bloß Nachrichten verbreiten!

DialogUnternehmen sind zu wenig sozial bei Social Media, titelt unlängst W&V.
Auch Haufe schreibt: “Social Media dient weiterhin eher dem Monolog”.

Dabei ist der Dialog natürlich kein Selbstzweck, den allein zu erfüllen, alle Probleme löst. Also, redet mit Eurer Community/Kunden, und schon wird alles gut. Dies zu glauben, wird sich früher oder später rächen.

Ohne Strategie geht’s nicht!

Laut einer Studie von PWC fehlt es nach wie vor den meisten Unternehmen an Konzepten, Social Media in wertschöpfende Prozesse zu integrieren. Kernbotschaften dieser Studie sind:

  • Unternehmen schöpfen die Potentiale von Social Media nicht aus
  • Weniger als vier von zehn Befragten haben sich unternehmensweit auf Ziele und Kernbotschaften für ihre Social-Media-Maßnahmen verständigt
  • Zwei Drittel der Befragten haben keine Planungs- und Umsetzungsmaßnahmen zur Integration von Social Media in die Unternehmensprozesse aufgesetzt
  • 55 Prozent arbeiten ohne Social-Media-Budget
  • Nur 28 Prozent haben einen Prozess zum Management von Risiken in sozialen Medien etabliert
  • 70 Prozent der Befragten nutzen keine Kennzahlen und wissen nicht, wie wirksam ihre aktuellen Maßnahmen sind

Mit “Dialog” lassen sich diese Herausforderungen nicht lösen, ganz im Gegenteil. Sie verschlimmbessern eher das Problemfeld.
Die Entwicklung entsprechender Strategien und Konzepte muss unternehmensweit und Top-Down geschehen.

Die Herausforderung an eine gute Unternehmens-Strategie ist es, quantifizierbare Ziele zu erarbeiten, die zu Wachstum führen. Und “Dialog” ist keine Strategie. Es ist bestenfalls eine Funktion. Wenn in der Strategie herauskommt, dass das Unternehmen z.B. Produkte oder Dienstleistungen näher am Markt bzw. Kunden entwickeln muss, dann kann “Dialog” eine Antwort sein. Aber ohne definiertes Ziel ist jedes Vorhaben, “Social Media” auch im Management zu verankern, von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Massenhaft Unternehmen betreiben Dialog. Sogar richtig interaktiv. Dennoch nutzen sie das Potenzial von Social Media nicht einmal annähernd aus. Denn sie imitieren nur Dialoge. Das sieht zwar nett aus, aber über die Sinnhaftigkeit und den geschaffenen Mehrwert kann man durchaus geteilter Meinung sein.

Nur wenn Dialoge in die Wertschöpfungs-Kette integriert und Bestandteil einer Gesamt-Strategie sind, machen sie Sinn.

5 Dinge, die Finanzdienstleister nicht tun sollten

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Selbständige Vermittler von Finanzdienstleister haben größtenteils das Social Web für sich entdeckt. Facebook ist in dieser Berufsgruppe beliebt und wird reichlich genutzt. Schaut man sich aber die Präsenzen etwas genauer an, so fällt auf, dass in den sozialen Netzwerken eine eher einseitige Kommunikation gepflegt wird und Erfolge im Sinne von Dialog-Aufbau, Kundenbindung, Kundenservice oder Informations-Management in der Regel ausbleiben. Und das könnte vor allem daran liegen:

Das sollten Sie nicht tun

  1. Alles auf eine Karte setzen. Facebook wird vielfach genutzt, weil es alle tun. Andere relevante Netzwerke werden vernachlässigt und die eigene Homepage rückt in den Hintergrund des Geschehens.
  2. Situativ und aus dem Bauch heraus agieren.Erkennbare Media-Konzepte und eigene Stories fehlen genauso wie eine zielgruppengerechte Ansprache der Nutzer.
  3. Content-Weitwurf. Redaktionelle Inhalte (Texte, Bilder, etc.) werden meist wahl- und kommentarlos weiter verteilt.
  4. Reine Selbstdarstellung. Ein Blick in die sozialen Netzwerke offenbart, dass ein ganzer Berufsstand den Narzissmus in Vollendung betreibt. Dialoge mit Kunden/Interessenten sind Mangelware – Transparenz, Wertschätzung und gelebte Kundenorientierung sucht man immer noch vergebens.
  5. Gier nach Like. Das Maß aller Dinge ist scheinbar die Anzahl Follower und Likes, egal woher diese kommen. Extra geschaffene Anreizsysteme, wie z.B. Gewinnspiele sind bei Seitenbetreibern sehr beliebt. Dass diese ausschließlich als Akquisitionspotential oder als Quelle für ein “Gefällt mir” dienen, ist leider nur allzu offensichtlich.

Machen Sie was daraus, setzen Sie ein Zeichen und werden Sie besser als Ihr Mitbewerber – Ihre Leser/Kunden werden es honorieren.

Social Media SetUp Teil 2

SetUpIn meinem gestrigen Beitrag, dem ersten Teil Ihres Social Media SetUp´s, ging es vor allem um die Zielsetzung und die eigene Positionierung.
Heute möchte ich Ihnen die nächsten Schritte vorstellen, bevor Sie dann den Startschuss für Ihre soziale Kommunikation abgeben.

Social Media SetUp II

  1. Alles erlaubt?
    Es ist wichtig, dass Sie sich vorher im Klaren darüber sind, in welcher Form Sie mit Ihren Lesern interagieren, keine rechtlichen Grauzonen betreten oder wer welche Berechtigungen bekommt. So macht es trotz des Aufwandes durchaus Sinn, neben den bereits erwähnten Guidelines auch Richtlinien hinsichtlich Ihrer Services (z.B. Reaktionszeiten, Verhalten im Shitstorm) und Rechtsposition (bspw. Urheber- Persönlichkeits- oder Markenrechte) aufzusetzen. Je dezidierter Sie hier vorgehen, desto einfacher ist es für Sie die Hürden und Fallen im Web zu umschiffen.
  2. Wo sind sie?
    Wissen Sie, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält? Jetzt entscheidet sich, welche Plattformen für Sie primär wichtig sind. Je nach Zielgruppe muss das nicht zwingend Facebook allein sein. Untersuchen Sie genau die Vorlieben und Online-Gewohnheiten Ihrer Leser/Kunden. Mindestens genauso wichtig ist es, dass Ihre Kunden auch wissen, wo Sie zu finden sind. Deshalb ist es wichtig, jede Ihrer Online-Profile unbedingt miteinander zu verlinken. Vergessen Sie dabei das Zentrum Ihrer Online-Präsenz nicht: Ihre Homepage.
  3. Was soll dabei rumkommen?
    All´ die Arbeit und Ihr Engagement dient natürlich nicht dem Selbstzweck. Aber ein wirtschaftliches Ziel auszugeben, was Social Media in Mark und Pfennig bringt, ist schlichtweg unmöglich. Trotzdem ist es wichtig möglichst genau zu definieren, was Sie kurz- und mittelfristig damit erreichen wollen. Das kann die Anzahl der Gefolgschaft, die durchschnittlich erreichte Reichweite oder aber der Platz in den Suchergebnissen sein. Ein regelmäßiger Abgleich dieser Zieldefinition zu den Ergebnissen ist dabei genauso selbstverständlich wie bei Ihren wirtschaftlichen Zielen.
  4. Weiß jeder Bescheid?
    Spätestens jetzt sollten alle Unternehmensbereiche darüber informiert und möglichst mit einbezogen sein, dass eine neue Kommunikationsform im Unternehmen verankert wird.
  5. Ihr Werkzeugkoffer
    Fassen Sie nochmal alles zusammen und hinterfragen im Zweifel jeden Punkt ein weiteres mal. Ihr Werkzeugkoffer sollte nun gut gepackt werden. Dazu gehört all das, was Ihnen das Online-Leben leichter macht und Ihnen hilft, Ihre Ziele zu erreichen. Z.B. Redaktionspläne, Tools zur Recherche, zeitgesteuerten Veröffentlichung und statistischen Auswertung.
  6. Alles bereit für den Start?
    StartHerzlichen Glückwunsch! Denn jetzt gilt es Ihr Profil aufzubauen, zu Netzwerken, zu beobachten, über den Tellerrand zu schauen und vor allem überall bekannt zu machen, dass es Sie gibt. Befüllen Sie Ihre Profile mit Bedacht aber mit Beharrlichkeit und Freude (hier ein paar Tipps).

Social Media SetUp

SetUpHaben Sie Ihre Ziele aus den Augen verloren? Erreichen Sie Ihre Leser nicht (mehr)? Geht Ihre Strategie nicht auf? Oder laufen Ihre Social Media Aktivitäten eigentlich nur noch nebenher?

Dann lohnt es sich bestimmt, nochmal alle Uhren auf Start zurück zu drehen, sich auf das Wesentliche zu besinnen und Ihr SetUp Schritt-für-Schritt zu überdenken.

Social Media SetUp I

  1. Warum wollen Sie sich überhaupt auf Facebook & Co engagieren?
    Weil es von Ihnen erwartet wird oder es alle anderen Mitbewerber auch tun, ist das denkbar schlechteste Motiv. In einem ersten Schritt ist es hilfreich, sich von all’ dem, was Ihre Mitbewerber tun, frei zu machen und mit Priorisierung aufzuschreiben, warum Sie es tun wollen. Bekannt zu werden, das eigene Image aufzubauen, Kundengewinnung & -bindung sind die prominentesten Beispiele.
  2. Wen wollen Sie erreichen?
    Sich darüber klar zu werden, wer Ihre eigentliche “Zielgruppe” ist, wird Ihnen später enorm helfen, Inhalte mit Mehrwert zu produzieren. Ein Blick in die statistischen Auswertungen Ihrer bisherigen Maßnahmen kann einen guten Aufschluss darüber geben, wie bspw. die demographische oder auch geographische Verteilung Ihrer aktiven Leser ist.
  3. Was haben Sie zu sagen?
    Wer Sie sind, was Sie vermitteln und wofür Sie bzw. Ihr Unternehmen steht, ist zweifellos der anspruchsvollste Punkt in Ihrem SetUp und bedarf Ihrer maximalen Konzentration. Machen Sie sich klar, wie Sie von Ihren Lesern/Kunden wahrgenommen werden wollen, was Ihre Stärken sind, womit Sie sich von anderen unterscheiden und was Sie in welcher Art in den sozialen Netzwerken vermitteln wollen. Eine SWOT-Analyse kann Ihnen dabei ein nützlicher Helfer sein. Lassen Sie diese später unbedingt in Ihre Profilbeschreibung mit einfließen.
  4. Einzelkämpfer oder Team?
    Nicht ganz unerheblich in Ihrem Planungsprozess ist, ob Sie eine Ein-Mann-Unternehmung betreiben oder über personelle Ressourcen in einer Unternehmens-Struktur verfügen können. Überlegen Sie genau, wen Sie einbinden sollten, wie die internen Kommunikationswege aufgebaut sein müssen, wer welche Aufgaben mit welchem Zeitanteil übernimmt. Beschreiben Sie diese Punkte möglichst genau und kommunizieren Sie diese.
    Sind Sie allein, darf Ihr Social Media Engagement keinesfalls Ihr unternehmerisches Tun beherrschen. Social Media ist nur ein Hilfsmittel. Planen Sie im Voraus, wann Sie was tun, wer Ihnen möglicherweise dabei helfen kann, welche Tools Ihre Arbeitsabläufe unterstützen und entlasten können. Ihre Leser/Kunden haben übrigens volles Verständnis dafür, dass ein 1-Mann-Unternehmen nicht rund um die Uhr online ist – wenn Sie es entsprechend kommunizieren.
  5. Du oder Sie?
    Kaum eine andere Frage wie die der Ansprache, treibt Seitenbetreiber so stark um.  Einerseits stehen soziale Netzwerke für eine persönliche und ungezwungene Kommunikation, andererseits stehen Sie ja für bestimmte Werte (siehe Punkt 3), die sich auch in der Form der Ansprache widerspiegeln. Aus meiner Sicht haben sowohl das Du als auch das Sie ihre Berechtigung, sie sollten sich nur für eine Form entscheiden und diese konsequent umsetzen. Im Unternehmens-Umfeld ist spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt, um über entsprechende Guidelines nachzudenken.

Sind Sie noch dabei? Dann geht es morgen weiter mit Teil II – von ein paar rechtlichen Aspekten bis hin zur Online-Schaltung Ihrer Präsenz.

3 Entscheidungen für den Start

Entscheidung

Bildquelle: iStockphoto (c) Kamil Macniak

Es braucht im Grunde genommen nur 3 Entscheidungen, um aktiv mit Social Media zu beginnen:

  1. Es tun
  2. Prioritäten setzen
  3. Kontinuierlich dran bleiben

Nicht dass wir uns falsch verstehen. Es geht hier nicht um Farmville, Fotos der letzten Betriebsfeier und auch nicht um alte Schulfreunde. Es geht ums Geschäft!
Das Ziel sollte also sein, mehr Besucher, mehr Traffic, mehr Bekanntheit und mehr Umsatz zu bekommen.

Entscheidung Nr. 1

Das Konsumverhalten der Verbraucher hat sich teilweise drastisch verändert. Soziale Netzwerke und mobile Endgeräte werden immer wichtiger. Mehr als die Hälfte aller Tweets, Postings oder Kommentare bei Twitter und Facebook kommen mittlerweile von Smartphones oder Tablets.
Möglicherweise sind Ihre Internetseiten noch nicht darauf optimiert – Facebook und Twitter sind es.
Wenn Sie also für sich die Entscheidung treffen, dort aktiv zu sein, sollten Sie

  • Alle Vorurteile und Ängste über Bord werfen
  • Von anderen lernen und zuhören
  • loslegen
  • neugierig sein/bleiben

Entscheidung Nr. 2

Es gibt neben Facebook, Twitter und Google+ eine schon fast unüberschaubare Zahl an sozialen Netzwerken. Was ist z.B. mit XING/Linkedin, Pinterest, Foursquare oder einem Blog? Um hier einen halbwegs validen Überblick zu bekommen, sollten Sie sich ein einfache Entscheidungs-Matrix erstellen:

  • Wo ist Ihre Zielgruppe?
  • Wo fühlen Sie sich am Besten aufgehoben?
  • Was bringt Ihnen den größten Nutzen?
  • Wo sind Ihre Mitbewerber?
  • Wie oft wollen/können Sie etwas wo veröffentlichen?
  • Was sind Ihre Themen?
  • Wie können Sie Vorgänge automatisieren?

Entscheidung Nr. 3

Es reicht nicht aus, einfach dabei zu sein und ab und zu Ihre Leser wissen zu lassen, dass es Sie noch gibt. Regelmäßig und kurzfristig sollten Sie sich immer wieder ins Bewusstsein Ihrer Zielgruppe bringen. Allen, die anfangen, sich mit Social Media ernsthaft auseinanderzusetzen, ist eines gemeinsam: Man kennt Sie nicht! Sie müssen hart arbeiten, um bekannt zu werden, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Reichweite aufzubauen.
Was nutzt es Ihnen, wenn Sie ein spitzen Produkt haben und keiner weiß davon? Was nutzt Ihnen eine tolle und teure Internetseite und keiner besucht sie?

Ganz klar, am Anfang steht Traffic im Vordergrund – also Besucher. Und den erreichen Sie nur durch Masse. Netzwerken Sie also auf “Teufel komm raus” in Ihren Portalen. Aus der Vielzahl Ihrer Kontakte ergeben sich dann automatisch die qualitativen Kundenpotentiale. Das sind diejenigen, die mit Ihnen interagieren, die Ihre Tweets teilen, Ihre Beiträge kommentieren und teilen und Sie letztendlich weiter empfehlen. Ihre Kunden.

Zusammenfassung

  • Bleiben Sie beharrlich und täglich am Ball. Eine Facebook Meldung oder ein Tweet existiert in der Sichtbarkeit nur wenige Stunden
  • Vernetzen Sie Ihre einzelnen Internet-Präsenzen mit Ihren Profilen
  • Automatisieren Sie Standard-Vorgänge, um mehr Zeit für Einzelne zu haben
  • Nutzen Sie Ihre Netzwerke, um an Follower, Freunde, Kreise, Fans, Leser, etc. zu kommen.
  • Selektieren Sie, um an genau die Personen-Gruppen zu kommen, die das suchen, was Sie anbieten
  • Stay hungry, stay foolish [Steve Jobs]

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihres Vorhabens.

Mit Social Media starten

Jeder ist bei Facebook. Da liegt die Vermutung nahe, dass das die Plattform der ersten Wahl ist, und Facebook der Einfachheit halber als Social Media deklariert wird.
Dass es nicht besonders gut funktioniert, seine Strategien am Netzwerk auszurichten, ist zwar logisch aber immer noch gängige Praxis vieler Seitenbetreiber.

Der Social Media Prozess:

Unabhängig von der Größe eines Unternehmens, sehen Überlegungen zur aktiven Nutzung des social Web grundsätzlich gleich aus. Eine ganz grobe und vereinfachte Prozess-Kette zeigt, dass es vollkommen unerheblich ist, wie das soziale Netzwerk heißt, sondern es vielmehr darauf ankommt, was, wer und womit erreicht werden soll.

Prozess-Kette

Prozess-Kette

Eine Facebook-, Twitter- oder Google+ – Unternehmens-Präsenz ist schnell aufgebaut, der eigentliche Zweck des Vorhabens bleibt aber meist dann dem Zufall überlassen, wenn die positive Entscheidung zu Social Media = kick off ist, also alle dazwischenliegende Schritte vernachlässigt werden.

 

Simplifiziert

neues LayoutEs wurde langsam Zeit, am Layout meines Blogs zu schrauben. Tatsächlich ist es so, dass mich die meisten Leser des Blogs mit mobilen Geräten besuchen. Und mir geht es so, dass ich auf meinem Tablet oder Smartphone keinen Schnickschnack, riesen Header-Bilder und so weiter sehen will, sondern ohne Ablenkung lesen möchte.

Deshalb und auch weil mir mein bisheriges Layout nicht mehr so gefiel, habe ich jetzt für all’ die mobile-Leser und mich ein neues Theme installiert, das sich wirklich auf das Wesentliche konzentriert. Ich hoffe, es gefällt Euch.