best practice | Azubi gesucht!?

CraftsBesonders Handwerksbetriebe, die heutzutage nach neuen Auszubildende suchen, erleben immer öfter die komplette Bandbreite unser Bildungspolitik und müssen zugleich die Folgen versäumter Umstellungen auf zeitgemäße Kommunikationsmittel tragen: Qualifizierte Azubis sind Mangelware!
Das Dilemma ist, dass auf der einen Seite immer mehr junge Menschen die schulische Ausbildung mit Abitur abschließen und studieren wollen, und auf der anderen Seite gerade dem Handwerk immer weniger geeignete Absolventen für eine Berufsausbildung zur Verfügung stehen.
Die Konsequenz ist dann oft genug, dass Ausbildungsbetriebe einerseits froh sind, wenn sich überhaupt Bewerber melden und andererseits ist die Zahl der potentiellen Auszubildenden, die den Anforderungen des gewählten Berufsbildes nicht entsprechen -PISA lässt grüßen -, fast exponentiell steigend. Will sagen: Ausbildungsbetriebe haben es immer schwerer geeignete Azubis zu bekommen. Was also tun?

Die Marke Arbeitgeber

Wer heute die Schule abschließt und sich für einen Beruf bzw. eine Berufsausbildung entscheidet, was an und für sich ja schon nicht einfach ist, interessiert sich neben Vergütung, Entwicklungsmöglichkeiten, etc. vor allem auch für das Image des Arbeitgebers.
Wer will schließlich schon bei jemandem arbeiten, den kein Mensch kennt, der eine vorsintflutliche Außendarstellung hat und dessen verstaubter Auftritt selbst hartgesottene Interessenten abschreckt. Ganz zu schweigen davon, dass viele kleinere und mittelständische Unternehmen nicht einmal einen Internetauftritt aufweisen und so erst gar nicht bei der Suche nach beruflichen Möglichkeiten gefunden werden.
Jetzt hat nicht jeder Handwerksbetrieb die finanziellen Möglichkeiten eines Großunternehmens, um gezielt ein Arbeitgeber-Image aufzubauen, mit dem sich Jugendliche sofort und gerne identifizieren können.
Mit relativ einfachen Mitteln lässt sich aber zumindest sicherstellen, dass Jugendliche erreicht werden und auch kleinere Betriebe ein Stück von dem Kuchen der gut ausgebildeten Schulabsolventen abbekommen.

Eine Ausbildung ist cool!

Einen tollen Beruf erlernen, Spaß haben, sich damit verwirklichen und identifizieren. Das will der moderne Mensch heute. Und genau das soll er auch in Ihrem Unternehmen finden:

  • Welche Kriterien (Form des Schulabschlusses, besondere Fertigkeiten, usw., usw.) sind Ihnen wichtig?
  • Stellen Sie sich die alles entscheidende Frage: “Warum sollte ein Schulabsolvent bei mir lernen wollen”?
  • Geben Sie Ihrem Internetauftritt einen neuen Anstrich. Sprechen Sie die an, die Sie erreichen wollen. Mit frischen Bildern, Texten und Farben.
  • Werden Sie in den Suchmaschinen gefunden! Nach Möglichkeit auf der ersten Seite unter den ersten drei Treffern.
  • Legen Sie sich ein Business-Profil auf XING  und vielleicht auch auf der Bewertungsplattform kununu an. Auch hier informieren sich Jugendliche über potentielle Arbeitgeber.
  • Überlegen Sie, ob nicht auch eine Präsenz in den sozialen Netzwerken sinnvoll sein kann, denn dort kommunizieren die meisten Jugendlichen.
  • Zeigen Sie, was Sie können und zu bieten haben. Zum Beispiel an Schulen, Wirtschaftsmessen, Handwerkskammern, etc.
  • Halten Sie das, was Sie versprechen! Das baut Ihnen mittel- und langfristig Ihre Marke als “cooler” Ausbildungsbetrieb auf.

Sie sehen, es ist gar nicht so schwer sich als attraktiver Ausbildungsbetrieb in Ihrer Region zu positionieren.
Zugegeben, alles werden Sie nicht selbst umsetzen können oder wollen. Aber der Aufwand, den ein oder anderen Auftrag an eine Agentur zu vergeben, wird sich auf Dauer doppelt und dreifach auszahlen. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche!

Nächste Woche geht es dann um die Vermarktung von Produkten eines Handelsunternehmens. Also, keep in touch!

Bildquelle: pixabay.com

best practice | bekannt werden

Wie versprochen, geht es heute mit meiner neuen best practice Reihe los. Und bevor durch die Reihen der “Experten” ein Aufschrei des Entsetzens geht, möchte ich nochmal klar stellen, dass es mir vor allem um die praktische Nachvollziehbarkeit für diejenigen geht, die nicht BWL, Marketing o.ä. studiert haben und, die sich nicht den ganzen Tag im Netz bewegen. Es soll und kann kein Ersatz für eine fundierte Beratung sein, sondern lediglich den Einstieg in das Thema Social Media erleichtern.

Das Ein-Mann-Unternehmen, das in seiner Region bekannt werden möchte

Icartoon-donald-duck-spotlight-3706m Grunde unterscheiden sich die Imagebildung und der gezielte Aufbau einer Reputation bei Selbständigen / Freiberuflern nicht sehr von den Mechanismen, die Unternehmen nutzen, um ihre Marke auf dem Markt bekannt zu machen. Der größte Unterschied liegt in den wirtschaftlichen Möglichkeiten und den personellen Ressourcen.  Aber, um es direkt vorweg zu nehmen: Den golden Weg, der mit Sicherheit zur Imagebildung bzw. dem Aufbau der Ich-Marke führt, gibt es nicht. Denn zum größten Teil geht es um menschliche Interaktionen, bei denen auch die Persönlichkeit eine wichtige Rolle spielt. Weiterlesen →

NEU! – best practice Serie

Social Media ist für die meisten Menschen ziemlich abstrakt. Die Ratgeber, die im Netz kursieren oder in sozialen Netzwerken gepostet werden, sind in der Regel auch nicht geeignet, daraus konkretes Handeln abzuleiten.
Das möchte ich in den folgenden Wochen gerne mit einer best practice Reihe ändern. Dazu werde ich mich ganz realer Anfragen unterschiedlichster Herkunft und Schwerpunkte bedienen. Weiterlesen →

Frust im Netz? … Na und?

sadness-513527_640Soziale Netzwerke sind grausam.
Unternehmen, Selbständige und Freiberufler sind mit hehren Absichten auf den Social-Media-Zug aufgesprungen, sind kontinuierlich aktiv, denken sich immer neue Kampagnen aus und was passiert? Nichts!
Wer sich seine Statistiken nicht mit bezahlter Gefolgschaft und/oder Gefälligkeitsbekundungen aufpimpen lässt, und sich somit zumindest ein klein wenig das Gefühl, großartiges geleistet zu haben, vermittelt, wird nach anfänglicher Euphorie recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Der erhoffte Erfolg bleibt aus – egal was man auch unternimmt, in der großen neuen Social-Media-Welt will das einfach keinen interessieren. Weiterlesen →

Mein Profit

Ja ich arbeite, um Geld zu verdienen. Und so gesehen, lief das in diesem Jahr gar nicht mal so schlecht. Vorträge, Seminare und Beratungen konnten durchaus zu meinem Lebensunterhalt beitragen.
Den Profit, den ich aber meine, ist ein ganz anderer!

In keinem anderen Jahr meines gesamten Berufslebens lernte ich so viele unterschiedliche tolle Menschen kennen, die mir ans Herz gewachsen, teilweise Freunde geworden sind und die eigentlich immer meinen Horizont erweitert und mir ganz neue Sichtweisen gegeben haben: Weiterlesen →

Worauf kommt es an?

In der Regel arbeite ich mit KMU´s, Selbständigen und Freiberuflern zusammen. Dort sind die Fragen nach Online-Aktivitäten meist ganz praktisch orientiert:

  • Was muss und kann ich ganz konkret tun, um gefunden und beachtet zu werden?
  • Wie und wann kann ich das umsetzen und in den Arbeitsablauf integrieren?
  • Wer macht es (Chef, Mitarbeiter, Dienstleister)?

Fragen nach akademischen Lehrinhalten sind insofern obsolet, als dass diese in den meisten Fällen überhaupt nicht nachvollziehbar geschweige denn umsetzbar sind. Das liegt schon in der Natur der Sache: Sich mit komplizierten Marketing- und Online-Theorien auseinanderzusetzen kostet (viel) Zeit, (noch mehr) Geld und know-how. Ressourcen, die kleinere Unternehmen in der Regel nicht haben. Weiterlesen →